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Was wir Chevallaz Brugger, Ritschard, Gnägi verdanken

3. Juni 2025
1 Min. Lesezeit

Für Nostalgiker: Wem sagen die Namen Rudolf Gnägi, Pierre Graber, Ernst Brugger, Kurt Furgler, Willy Ritschard, Hans Hürlimann, Georges-André Chevallaz noch etwas?


So hiessen Mitte der siebziger Jahre die sieben Bundesräte. Sie hatten sich mit dem Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge (BVG) zu befassen, das schliesslich 1985 in Kraft gesetzt wurde.


Die Geschichte, erzählt von Ueli Kieser, Professor für Sozialversicherungsrecht an der Uni St.Gallen, geht so: Die Vernehmlassung zum BVG fand 1976 statt. Danach entwarf der zuständige Ausschuss den Gesetzesentwurf. Doch die sieben genannten Magistraten waren der Meinung, der ihnen vorgelegte Gesetzestext von 150 Seiten sei zu kompliziert. Sie beauftragten Professor Thomas Fleiner von der Universität Freiburg, «eine für Nichtspezialisten leichter verständliche Fassung auszuarbeiten».


Zu kompliziert? Welch bissige Ironie: Heute umfasst ein BVG-Kommentar 2500 Seiten, verfasst von 36 Autorinnen und Autoren, mit einem seitenlangen Stichwortverzeichnis, um die 10’000 Fussnoten verweisen auf das Litaraturverzeichnis mit rund 1500 Einträgen von bereits publizierten Beiträgen. Was kompliziert tönt, ist es auch.

 

 

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Erschienen in der NZZ-Verlagsbeilage 40 Jahre BVG vom 3. Juni 2025

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